In Phase 2 wird die zuvor gesammelte individuelle Tiefe in einen gruppendynamischen Kontext überführt. Hier geht es darum, die Vielfalt der Perspektiven aufeinander wirken zu lassen.
Der Moderator fördert aktiv:
Austausch
Resonanz
Widerspruch
Bestätigung
Mustererkennung
Validierung durch die Gruppe
Phase 2 erzeugt ein kollektives Verständnis, das erst möglich wird, nachdem Phase 1 die persönlichen Hintergründe freigelegt hat.
Charakter der Moderation in Phase 2
Der Moderator ist:
aktiv
verbindend
strukturierend
aufmerksam für Muster
neutral, aber nicht passiv
Er spricht mehrere Teilnehmer gleichzeitig an, verbindet Teilnehmer miteinander und zeigt:
Gemeinsamkeiten
Unterschiede
Spannungsfelder
Positionen auf einer Skala
Cluster in der Gruppe
Die Aufgabe ist, Horizontale zu erzeugen – nicht Tiefe.
Wann Phase 2-Fragen eingesetzt werden
Phase 2-Fragen kommen zum Einsatz, wenn:
mehrere Teilnehmer ähnliche Dinge sagen
Aussagen widersprüchlich sind
ein Thema unterschiedliche Bedeutungen in der Gruppe hat
ein Muster erkennbar ist
eine These validiert werden soll („Trifft das auf andere zu?“)
eine Vielfalt sichtbar gemacht werden soll
ein Spannungsfeld zwischen Teilnehmern entsteht
Fragetechniken in Phase 2
Phase 2 nutzt Fragetechniken, die Verbindung, Vergleich und Gruppendynamik aktivieren.